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Klatt/Ollmann/Eichert: "Aktivierende Präventionskultur in IT-Unternehmen" hier herunterladen

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weitere interessante Informationen zur IT-Branche in NRW finden Sie hier:
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Problemlage

Als eine der in Zukunft dominanten Rahmenbedingungen für den dramatischen Anstieg von Übergewicht, falscher Ernährung und Bewegungsmangel kann die Entwicklung hin zu einer vernetzten Wissens- und Informationsgesellschaft angenommen werden. Ausgangspunkt des Projektes ist die Hypothese, dass das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Beschäftigten in der IT-/Softwarebranche in und außerhalb der Arbeit kombiniert mit arbeitsbedingten Stressfaktoren und ergonomisch problematischer Bildschirmarbeit zu gesundheitlichen Gefährdungen führt, die von der bisherigen betrieblichen Gesundheitsförderung nicht erfasst werden.

Die starke Durchdringung der IT-/Softwarebranche mit verhältnismäßig beanspruchungsoptimalen Arbeitsplätzen verdeckt die gesundheitlichen Risiken, die – so unsere Vermutung – in Zukunft noch weiter zunehmen werden. Diese Risiken liegen in dem Ineinandergreifen von physischen und psychischen Arbeitsbelastungen (durch "Zeitstress”, hohe Identifikation mit den Arbeitsergebnissen usw.) mit Risikofaktoren, die sich aus ungesunder Lebensweise im privaten Kontext sowie dem fließenden Übergang zwischen Arbeit und Freizeit ergeben. Die Auflösung der Grenze zwischen beruflichem und privatem Kontext wirkt deshalb so gravierend, weil die private Lebensführung in den letzten Jahren zunehmend durch eine deutliche Ausweitung der Computernutzung (Computerspiele, Mitnahme des Arbeitsmittels – Laptop – sogar in den Urlaub, Internetnutzung, Lan-Parties etc.) und eines darüber hinaus gehenden Medienkonsums gekennzeichnet ist.

Die Beschäftigten in der IT-/Softwarebranche arbeiten vorrangig in kleinbetrieblichen und hochflexiblen Strukturen, sind jung, gut ausgebildet, selbst organisiert und intrinsisch motiviert bei häufig kontinuierlich hoher Arbeitsbelastung. Ihre Lebensweise hinsichtlich Ernährung und Bewegung sind unter Präventionsgesichtspunkten suboptimal bis extrem defizitär. Kombiniert mit hoher Arbeitsbelastung und Stress ergibt sich daraus der Nährboden für die weitere Zunahme chronischer Erkrankungen.

Vor diesem Hintergrund und angesichts des zu erwartenden dramatischen Anstiegs von Typ II-Diabetes- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates mit den entsprechenden negativen gesundheitlichen, sozialen sowie betriebs- und volkswirtschaftlichen Folgen ist es zwingend erforderlich Prävention und Gesundheitsförderung als "zentrales Thema" in den Betrieben der IT-/Softwarebranche zu verankern. Notwendig ist die Entwicklung neuer Unternehmensleitbilder und betrieblicher Konzepte für die gesundheitliche Prävention, die nachprüfbar effizient im Hinblick auf nachhaltige Verhaltens- und Verhältnisänderungen sind.
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